Du lieber Junge

von Nike Hartmond
Einmal holte mich lover vom Bahnhof ab. er sagte komm, ich habe eine Überraschung für dich. und verband mir die Augen mit einem Schal. Dann nahm er meine Hand und lief los. Manchmal fremdelten wir, wenn wir uns wiedersahen. Dieses Mal hatte er dem entschieden vorgebeugt, indem wir direkt ein Abenteuer erlebten. Große Gefühle, wie Spannung oder Angst oder Sorge verbinden zwei schneller. Ich war überrumpelt, wollte aber auch gerne die Fremdheit überwinden. er hatte sich m‰he gegeben. Außerdem würde ich niemals nein sagen.

Also ließ ich mich mitziehen. Wir liefen schneller als normal zu zweit. Durch den Bahnhof steuerte er mich nicht so gut, einige Male stieß ich gegen Anreisende, Abreisende und Wartende. Egal.

Draußen war dann Bahnhofsviertel. Deshalb roch es nach Essen und es war lauter als in den entzerrten Wohngegenden. Die Aufregung des Viertels übertrug sich gut, trotz meines fehlendes Sinnes. Dazu war die Augenbinde durchlässig, ich konnte mehrfarbiges und blinkendes Licht erkennen.
Wir liefen garnicht lange so, fünf Minuten. Es wurde ein paar Schritte sehr dunkel, dann wieder heller.
er nahm mir die Augenbinde ab, wir befanden uns in einem Innenhof.

Guck sagte er und zeigte auf die Feuertreppe, traust du dich?

Ja?

er ging mutig voran. Ich ging hinterher. Das Gebäude zu der Treppe war kein Wohnhaus.
Das ist ein Hotel. Ich habe ein Zimmer für uns gebucht, sagte er lächelnd, denn Förmlichkeit ist lustig. Außerdem betraten wir das Zimmer, obwohl es uns niemand erlaubt hatte.

Willkommen! sagte er.

Danke.

Es war keine Suite, aber es gab Garderobe, Wildledersessel, Schreibtisch für eine Person und Bett. Über die Breite des Bettes am Kopfende eine Leinwand mit der Silhouhette von München, ein Foto und darüber eine Illustration.

Mit Eintritt in das Hotelzimmer merkte man Spannung. Das Bett nahm am meisten Raum ein. Dazu der direkte Zugang zum Badezimmer. Alles war ordentlich und frisch und rief zur Verwüstung.

Ich wollte die Situation gerne ein wenig strecken. Es gab nicht viel zu sehen, aber man konnte ja genau schauen. Ich lief zum Tisch, verrückte den Stuhl. Ich kommentierte die Fotoleinwand und lief dann in das Badezimmer.

lover war dicht hinter mir bei der Erkundung. Als ich meinen Kopf in seine Richtung drehte, nahm er ihn sofort in beide Hände, als hätten wir beide darauf gewartet.

Ich hab dich vermisst. sagte er.

Ja. sagte ich und benutzte Zunge.

Das- er riss meinen Kopf nach hinten habe ich vermisst.

Wir küssten uns, dann drückten wir uns stürmisch gegen die Badezimmerwand, wo wir stehen geblieben waren. Ich setzte ihn auf den Toilettendeckel und mich auf seinen Schoß. Er nahm meine Hand und legte sie auf die B*ule in seiner Jeans.
Gut. sagte ich, fuhr ihm unter sein Shirt und rieb seine Brust. Ich wollte ihm sein Shirt ausziehen.
Er nahm mich hoch, trug mich zum Bett und warf mich ab. Sein schwerer Körper legte sich auf mich. Wir knutschten und rieben uns ein wenig aneinander. Das war schön, wie früher. Als es reichte, wollte ich seine Hose öffnen. Just in diesem Moment kam er auf die Idee, mir meine Hose ausziehen.
Ich bin nett, deshalb ließ ich ihm den Vortritt. Und S E Xen ist ja nunmal kein Wettbewerb.
Er richtete sich auf seine Knie, rutschte ein Stück von mir weg.
Er betrachtete mich.

Du bist so schön. und Ich kann es nicht fassen, sagte er und sah verrückt aus.

Mit plötzlicher, feierlicher Langsamkeit küsste er mich noch einmal auf den Bauch, um dann den Knopf meiner Hose zu öffnen. Ich wusste, dass ich auch eine Überraschung für ihn hatte. Schaute zur Decke, ließ mich ausziehen und freute mich. Er zog die Hose bis zur Mitte meiner Schenkel. Dort stoppte die Bewegung. Er schaute mich an, in seinem Blick hatte sich etwas verändert. Ich trug Str*psen. Er kam wieder hoch zu meinem Mund und knutschte. Nicht lange, dann erschlaffte er und ließ seinen Körper auf meinen sinken.

Das ist irgendwie krass, wofür hast du die?

Ich mag das beim Reisen. Und für dich.

Ich kann jetzt nichtmehr. Das wirkt so inszeniert.
Und hat garnichts mit mir zu tun.
Lingerie ist generisch.

Er fing auf meiner Brust an zu weinen und ich nahm ihn in den Arm.